Sie haben noch nie etwas von Stochow gehört? Nun ja - das könnte daran liegen, dass es Stochow eigentlich gar nicht gibt!
Wir sind vier Modellbahnfreunde aus Ostmecklenburg, die sich zum Ziel gesetzt haben dem gemeinsamen Hobby nachzugehen.
Drei von uns wohnen in Neubrandenburg und der andere ist in Neubrandenburg geboren, arbeitet in Westfalen, ist seiner Heimat aber stets verbunden geblieben.
Es soll eine Gemeinschaftsanlage in der Spur 0 und 0e entstehen, die sich an Motiven aus der Region orientiert. Stochow eben!
In Vorbereitung auf die geplante Ausstellung Anfang Februar in Mittenwalde haben wir uns in der ersten Januarwoche dreimal getroffen.
An den ersten beiden Terminen ging es darum, die Hintergrundkulisse "ausstellungsfertig" zu bekommen. Frank hatte Bretter für die Kulisse in der Zwischenzeit bei einem Bekannten auf Gärung fräsen und Winkel für die Befestigung im Schenkel anbringen lassen. Vielen Dank dafür!
Die Bretter wurden jetzt an die Module angeschraubt und am letzten Teil konnte noch die Befestigung für die Beleuchtung angebracht werden. Anschließend wurde die Hintergrundkulisse himmelblau gestrichen. Das sieht erst einmal besser aus als blankes Holz und soll für die Ausstellung genügen. Später wird es einmal einen fotorealistischen Hintergrund geben.
Am dritten Termin ging es darum, die Anlage probehalber aufzubauen und zu betreiben. Zuletzt lief die Anlage schließlich vor fast 6 Jahren in Ferropolis!
Der Aufbau der Teile ging relativ flott von statten. Allerdings wurde umso mehr Zeit für die Reinigung der Gleise benötigt. Die Landschaftsbauer hatten hier "gute" Arbeit geleistet.
Nach den ersten manuellen Fahrversuchen musste die Computersteuerung noch etwas angepasst werden: als Ergebnis der Ausstellung in Ferropolis wurden zusätzliche Belegtabschnitte eingefügt und das neue Endteil mit Gleisen ist hinzugekommen. Danach lief es dann aber.
In der Zwischenzeit wurden noch Gebäude auf der Anlage befestigt: Bahnhof inkl. Anbau und Güterschuppen. Außerdem wurden noch Laternen, Prellböcke und Schilder platziert.
Wer aufbaut, muss auch wieder abbauen! Das haben wir dann auch getan. Da die Hintergrundkulisse an den Modulen verbleiben soll, mussten wir noch die Transportbretter anpassen, so dass die Teile leicht versetzt zueinander verpackt werden. Andernfalls wird die Kulisse durch das Gegenteil beschädigt. Die ersten zwei Pakete wurden bereits gepackt. An den verbleibenden zwei Teilen soll noch bis zur Ausstellung gearbeitet werden.
Die Ausstellung kann also kommen!
Am letzten Dezemberwochenende hat der Karow-Lübzer Modellbahnclub e.V. zur Modellbahnausstellung in die Sporthalle am Klüschenberg in Plau am See eingeladen. Ausgestellt wurden Modelle von Spurweite Z bis G. Dabei wurden kleine Heimanlagen als auch große Modulanlagen gezeigt. Auch für Nostalgiker gab es verschiedene alte Blecheisenbahnen zu sehen. Darunter befand sich auch eine Lok mit Uhrwerk, die bereits 104 Jahre alt war.
Für das Wohl der Besucher wurde ebenfalls mit Bockwurst, Kuchen und Getränken gesorgt.
Bei trüben Dezemberwetter haben am Ende fast 600 Besucher den Weg zur Ausstellung gefunden.
Nachdem "Stochow" vor einiger Zeit bei einer ersten Ausstellung gezeigt wurde, bereiten wir unsere Anlage auf eine neue Präsentation vor. Es gibt noch eine lange Liste an Dingen, die zu tun sind. Um ein paar Ideen auf Wirkung und Funktion zu untersuchen, haben wir die Anlage provisorisch aufgestellt. Die gerade zur Hand befindlichen Gebäude wurden platziert, einige Beispiel-Bäume gepflanzt und Straßen- und Schienenfahrzeuge draufgestellt. Auch einige der künftigen Stochow-Bewohner haben sich schon dazugesellt.
Die Beleuchtung nach einer Konstruktion von Stefan hat sich als gut brauchbar erwiesen. Die noch rohen Platten der Hintergrundkulisse erlauben schon einen guten Eindruck. Die feinen Bäume von Jörgs Hand können nun von der Höhe her eingeschätzt und ihre Aufstellungsorte genau bestimmt werden.
Ende Juli haben wir uns wieder getroffen. Im Bereich rechts neben der Fabrik haben wir noch ein wenig Landschaft gestaltet. Direkt neben der Fabrik steht nun eine Mauer. An der Ladestraße wurde noch ein L-Profil aus Messing als Abschlusskante angebracht. Bis auf Detailgestaltung muss die weitere Landschaftsgestaltung erst einmal pausieren. Zunächst einmal muss der Spalt zwischen Fabrik und Hintergrundkulisse geschlossen werden. Hierzu müssen wir uns noch etwas überlegen, wie das Dach fortgeführt wird. Die nächste Baustelle ist dann der Güterschuppen. Letzterer wird wohl in Heimarbeit entstehen. Ebenfalls in Heimarbeit sollen die ersten Arbeiten für die Hintergrundkulisse und Beleuchtung beginnen. Auch ein Schaltpult für das Rangieren wird "auswärts" gefertigt.
Am Wochenende nach Christi Himmelfahrt haben wir uns zweimal getroffen. Da wir mit der Landschaftsgestaltung schon ziemlich weit fortgeschritten sind, haben wir zunächst eine Bestandsaufnahme vom aktuellen Zustand gemacht und überlegt, was die nächsten Schritte sind.
Klar die Landschaftsgestaltung – vor allem die Feingestaltung mit Figuren, Szenen, Bäumen, Büschen usw. – lässt noch genug Raum. Darüber hinaus muss noch der Güterschuppen sowie die geplante Überdachung am Bahnhofsgebäude zusammen gebaut werden. In der Bahnhofseinfahrt muss noch der Kleingarten gestaltet werden. Hierzu braucht es noch passende Zäune.
Die nächste große Baustelle sind die Hintergrundkulisse und die dazu gehörige Beleuchtung. Hier gibt es von den diversen Privatanlagen mittlerweile ausreichend Erfahrungen. Die Kulisse soll auf 1cm starken Sperrholzplatten aufgebracht werden, die direkt an die einzelnen Modulkästen geschraubt werden soll. Beim Transport soll sie an Ort und Stelle bleiben und zugleich die Teile vor Beschädigungen und Schmutz schützen. Im ersten Schritt werden wir die Kulisse nur hellblau streichen. Später soll dann ein Fotohintergrund genutzt werden. Da müssen wir aber erst etwas passendes suchen. Die Beleuchtung soll für den Transport abnehmbar sein. Sie soll ähnlich zu der an Stefans Heimanlage "Holzhausen" aus Aluminiumprofilen gebaut werden. Für die Beleuchtung selbst soll LED-Meterware genutzt werden, die hinter einer Kunststoffblende verschwindet.
Nachdem wir mit der Planung fertig waren, haben wir uns noch ein wenig der Landschaft gewidmet. Im Bereich der Fabrik und neuen Teil wurden die Modulkanten festgelegt und entsprechend geschnitten. Anschließend wurde mit Styrodur aufgefüllt und mit Zeitungspapier eine Haut geschaffen. Die Kopf- und Seitenrampe wurde farblich behandelt und neben der Fabrik wurde gesandet.