Willkommen im Bahnhof Stochow!

Sie haben noch nie etwas von Stochow gehört? Nun ja - das könnte daran liegen, dass es Stochow eigentlich gar nicht gibt!
Wir sind vier Modellbahnfreunde aus Ostmecklenburg, die sich zum Ziel gesetzt haben dem gemeinsamen Hobby nachzugehen. Drei von uns wohnen in Neubrandenburg und der andere ist in Neubrandenburg geboren, arbeitet in Westfalen, ist seiner Heimat aber stets verbunden geblieben.
Es soll eine Gemeinschaftsanlage in der Spur 0 und 0e entstehen, die sich an Motiven aus der Region orientiert. Stochow eben!

Juli 2026: Jubiläumsausstellung in Bollewick

Zum 25. Mal fand in der Feldsteinscheune Bollewick bei Röbel die vom Eisenbahnclub Neubrandenburg e.V., dem Modellbahnclub Karow-Lübz e.V. und den Warener Eisenbahnfreunden e.V. veranstaltete Modellbahnausstellung statt. Zum Jubiläum waren wir mit unserer 0e-Anlage auch mit dabei. Bereits am Mittwoch Abend vor der Veranstaltung wurden die Anlagenteile zwecks Transport auf zwei Pkw verteilt. Aktuell sind es zwei große (1,25x0,60x0,50 m³) und ein kleines (0,65x0,60x0,50 m³) Paket. Hinzu kommen dann noch Kisten mit Fahrzeugen, Digitalzentrale und Bäumen sowie Werkzeug, Metallfüße, Beleuchtung, Reisetasche und natürlich Schlafutensilien. Damit waren die Autos auch schon gut gefüllt. Für die nächste Ausbaustufe müssen wir uns also etwas anderes für den Transport überlegen, denn ein zusätzliches großes Paket kommt dann noch hinzu.
Am Donnerstag wurde nach Bollewick gereist und die Anlage aufgebaut. Dies und der anschließende Probebetrieb haben gut funktioniert. So konnte der Abend gemütlich zusammen mit anderen Ausstellern ausklingen.
Vor Beginn der Ausstellung am Freitag Morgen wurde gemeinsam mit Ausstellern, dem ehemaligen Bürgermeister von Bollewick und den Betreibern der Scheune auf die vergangenen Ausstellungen zurück geblickt und auf das Jubiläum angestoßen. Leider hat sich bereits am Freitag eine Dampflok "verabschiedet". Der Zug hatte sich verhakt und die Lok stand fest, ohne dass sich die Räder und der Motor drehen konnten. Nach aktuellem Anschein hat es sowohl den Motor als auch den Sounddekoder erwischt. Mist! Davon abgesehen lief der Ausstellungsbetrieb insgesamt reibungslos. Der neue Triebwagen hat hervorragend seine Runden gedreht und die Anlage bereichert. Nach Ende der weiteren Ausstellungstage wurde wieder bis tief in die Nacht über Eisenbahnen und vieles anderes gesprochen. Am Samstagabend wurde zusätzlich zusammen gegrillt und der Ausstellerabend begangen.
Etwa 750 Besucher haben den Weg in die Scheune gefunden. Eine Zahl mit der man insgesamt zufrieden sein kann. Neben unserer eigenen Anlage wurden unter anderem folgende Anlagen gezeigt: Bahnhof Penzlin der Warener Eisenbahnfreunde, Anschluss Wolf von De Bimmlbahner in H0e, die wieder aufgearbeitete Vogelsberger Westbahn in H0, die TT-Anlage "Anna" vom Karow-Lübzer Modellbahnclub, eine weitere 0e-Anlage von Ulrich Thorhauer, eine H0-Amerikaanlage von Gert Weinmann und ein Bahnbetriebswerk von Matthias Scheller (Modellbahnclub Greifswald e.V.). Darüber hinaus waren einige Händler vor Ort, so dass auch der Bedarf an Modellbahnen und Zubehör gedeckt werden konnte.
Wir haben uns gefreut die Anlage nach anderthalb Jahren wieder zu zeigen und haben viele positive Resonanz erhalten!
Die nächste Ausstellung wird noch in diesem Jahr folgen: Anfang November werden wir die Anlage - hoffentlich schon in der nächsten Ausbaustufe - auf der vom Modellbahnclub Karow-Lübz e.V. veranstalteten Ausstellung in Jarmen präsentieren.

Unsere 0e-Anlage Unsere 0e-Anlage Unsere 0e-Anlage Unsere 0e-Anlage Bahnhof Penzlin der Warener Eisenbahnfreunde e.V. Bahnhof Penzlin der Warener Eisenbahnfreunde e.V. Vogelsberger Westbahn Vogelsberger Westbahn H0-Amerikaanlage von Gert Weinmann Bahnbetriebswerk von Matthias Scheller (Modellbahnclub Greifswald e.V.) N-Anlage Anschluss Wolf von De Bimmlbahner TT-Anlage "Anna" vom Karow-Lübzer Modellbahnclub Feldbahn von Michael Giersberg H0-Diorama von Frank Weise (Eisenbahnclub Neubrandenburg e.V.) 0e-Anlage von Ulrich Thorhauer

Juni 2026: Lackierung des ersten Triebwagens

Letztes Jahr im Sommer hatten wir die 3D-gedruckten Gehäuse der Triebwagen in Empfang genommen. Für die kommende Ausstellung im Juli in Bollewick war unser Ziel einen Triebwagen fahrbereit und wenn möglich lackiert einsetzen zu können. Provisorisch gefahren ist der Triebwagen ja bereits. Daraufhin hatten wir uns Gedanken gemacht, wie wir den Digitaldekoder und einen optionalen Lautsprecher verbauen können. Unterm Triebwagen war noch reichlich Platz, so dass es Nahe lag einen Tank als Wanne zu konstruieren, in dem beide Teile untergebracht werden können. Frank hat einen solchen Tank konstruiert und in 3D-Druck erstellen lassen. Nach der ersten Anprobe konnte festgestellt werden: Passt!
Nun stand also der Lackierung nichts mehr im Wege. Zunächst wurde der Triebwagen wieder in seine Einzelteile zerlegt und soweit möglich etwas geschliffen. Das Schleifen gestaltete sich gerade an kleinen Flächen als ziemlich schwierig. Es bleiben also hier und da einige Riefen vom 3D-Druck. Anschließend wurde der Triebwagen in einem Grauton grundiert, anschließend nochmal geschliffen und nochmals grundiert. Als Farbe für den ersten Triebwagen wurde ein Rot mit hellen Zierstreifen oberhalb und unterhalb der Fenster gewählt. Die weiteren Triebwagen sollen andere Lackierungen bekommen. Nach dem Trocknen der Grundierung wurde der Triebwagen also zweimal mittels Airbrush rot lackiert und das Dach mit grau versehen. Für die Lackierung der Zierlinien wurde der Triebwagen mit Maskierband abgeklebt und anschließend die Linien mit beige gesprüht. Leider ist doch etwas Farbe in die Rillen an den Türen gelaufen. Hier wurde versucht mit Pinsel und ruhiger Hand etwas zu korrigieren. Für die Lackierung des Rahmens in schwarz wurde wieder abgeklebt. Diesmal hat das Auftragen der Farbe deutlich besser funktioniert und die Trennkannte zu rot ist ziemlich sauber geworden. Abschließend wurde mittels Airbrush noch etwas gealtert.
Nach dem Trocknen des Lackes konnte der Triebwagen wieder zusammengesetzt werden. Dekoder und Lautsprecher haben jetzt ihren Platz im Tank und der Triebwagen konnte erste Proberunden drehen.
Um im Innenraum sichtbaren Motor und die Drehgestelle zu verdecken wurde mit Pappe eine Inneneinrichtung gebaut. Ein Fenster wird für das WC geopfert und kaschiert so sehr gut den voluminösen Motor. Die Einrichtung wurden ebenfalls eingefärbt. Vielleicht können wir dieses Teil ja später nochmal in 3D-Druck anfertigen?
Der Triebwagen hat auch noch Scheiben aus 0,5mm Klarsichtfolie bekommen und wartet jetzt auf seinen ersten Einsatz.
Bollewick kann kommen!

Vor dem Lackieren: Links Lackierzelt, rechts Triebwagen mit Reiniger und Grundierung Triebwagen nach der Grundierung Triebwagen und Dach nach der ersten Lackierung Triebwagen mit Zierstreifen Triebwagen mit Zierstreifen, schwarzem Rahmen und lackierten Lampen Triebwagenboden nach dem Zusammenbau Triebwagen nach dem Zusammenbau Inneneinrichtung für den Triebwagen Inneneinrichtung für den Triebwagen Inneneinrichtung für den Triebwagen Triebwagen mit Scheiben und unlackierten Inneneinrichtung Lackierte Inneneneinrichtung Lackierte Inneneneinrichtung Triebwagen mit lackierter Inneneinrichtung

Dritter Bautag im Mai

Der zweite Rahmen wurden um Fußhalter nach dem begonnenen Muster ergänzt. Für die Verbindung untereinander und mit den schon existierenden Modulteilen wurden Bohrungen ausgemessen und angebracht. Die besondere Herausforderung ist die Anschlussmöglichkeit der neuen Teile an zwei verschiedene Modulkanten. Das hatten wir schon früher so geplant, so dass das Landschaftsrelief passend für beide Anschlüsse ist. Ob da später auch die Landschaftsdetails gut harmonieren? Das wird noch Nachdenken erfordern.
Die beiden Rahmen werden keine vollflächigen Deckplatten bekommen. Die ersten Stellproben haben ergeben, dass den rechten Winkeln dieser offenen Rahmenkonstruktion auf andere Weise nachgeholfen werden muss. Wir werden später dünne Diagonalstreben einsetzen, wofür die eingebauten Spanten nur eine geringe Bauhöhe bekommen haben - Platz oben für die Landschaft und unten für die Diagonalen.

Neue Teile mit Beinhaltern Passprobe für den nächsten Bauabschnitt Passprobe für den nächsten Bauabschnitt Passprobe für den nächsten Bauabschnitt Passprobe für den Gesamtausbau Passprobe für den Gesamtausbau Passprobe für den Gesamtausbau Passprobe für den Gesamtausbau Neue Teile mit Transportbrettern

Mai 2026: Baubeginn nächster Abschnitt

Mitte Mai haben wir uns wieder zweimal getroffen. Da der aktuelle Bauzustand ziemlich "ausgereizt" ist - klar Detailgestaltung geht immer mehr - haben wir uns entschlossen mit den weiteren Teilen auf dem Ziel Richtung "einmal rund herum" weiter zu machen. Im nächsten Schritt sollen zwei weitere Teile entstehen: Ein Streckenteil mit Kurve auf dem eine Brücke mit Bach zu sehen sein soll. Das zweite Teil wird eine Haltestelle mit einem Gleis zur Verladung und einem weiteren Gleis mit Bahnsteig und kleinem Wartehäuschen. In der ersten Ausbaustufe werden diese Teile am linken unteren bisher nicht verwendeten Ausgang angebunden, so dass wir eine zweiten Streckenast bekommen. Später sollen sie an die Stelle des heutigen Schattenbahnhofes kommen und Teil der großen Runde werden.
Nach dem Besuch von drei der vier Baumärkte in Neubrandenburg hatten wir endlich alles Baumaterial zusammen: Passend zugeschnittenes Sperrholz, ein paar Leisten, Schrauben, Einschraubmuttern und Winkel. Anschließend wurde das Material gleich verarbeitet. Es sind zwei Kästen im Rohbau entstanden. Für die Auflage des Trassenbretts und zur Stabilisierung wurden jeweils zwei Spannten eingezogen. Als Beinhalter nutzen wir dieses Mal eine Eigenkonstruktion. Bei den bisherigen Modulkästen hatten wir FREMO-Flansche verwendet. Diese sind allerdings relativ schwer und zum Teil ist die Beschaffung auch nicht ganz einfach. Bei unserer jetzt genutzten Variante wird der Fuß zwischen zwei Holzleisten geführt. Im einfachsten Fall kann dabei eine Leiste gleich als Eckverbinder der Modulplanken genutzt werden. Nach oben hin dient ein Winkel als Anschlag. Festgehalten wird das Bein dann durch ein Brett, was mittels Flügelschraube gespannt wird. Dazu ist in eine der beiden Leisten eine Einschraubmutter eingesetzt.
Als nächstes müssen wir den genauen Verlauf der Bahnstrecke festlegen und Trassenbretter verbauen. Dann kann es auch schon mit dem Gleisbau losgehen.

Gesamtplan. Die rot markierten Teile sind jetzt im Bau. Nächste Ausbaustufe. Die rot markierten Teile sind jetzt im Bau. Baumaterial 2 Kästen im Rohbau 2 Kästen im Rohbau Stellprobe mit Anschlussteil Kasten im Rohbau mit Spanten und Fußhaltern Fußhalter

Frühjahr 2026: Transportbretter, Gleichrichter und Triebwagen

Im Frühjahr haben wir an mehreren Treffen die neuen Transportbretter gefertigt. Nachdem wir das Holz gekauft hatten, haben wir zunächst die Tragegriffe ausgeschnitten. Anschließend wurden die Löcher für die Befestigung an den Modulen gebohrt und die Halter zwischen zwei Brettern angefertigt. An weiteren Terminen wurden noch die Abstandsbretter zum Schutz der Gleise sowie die Führungshilfen gegenüber den Befestigungen angebracht. Das Ganze ist nun ausreichend stabil und wir hoffen, den Zusammenbau für den Transport besser bewältigen zu können.

Für die Beleuchtung verwenden wir LEDs. Durch die Wechselspannung leuchten die LEDs nur die Hälfte der Zeit. Was für das menschliche Auge kam wahrzunehmen ist, ist aber auf Videoaufnahmen störend. Als Verbesserung hat Holger Gleichrichterplatinen angefertigt, die wir nun verbaut haben.

Mit dem Triebwagen ist es auch etwas voran gegangen. Provisorisch wurde ein Lokdekoder eingebaut. Mit der entsprechenden Konfiguration der Motorregelung haben sich die Langsamfahreigenschaften deutlich verbessert. Nach ein paar Experimenten werden wir den Antrieb auf ein Drehgestell beschränken. Die Zugkraft ist mehr als ausreichend und so sparen wir uns die Verlängerung der Antriebswelle und deren Lagerung. Außerdem bleibt so mehr Platz für eine Inneneinrichtung. Dazu werden wir die Zahnräder von den beiden Antriebsachsen des hinteren Drehgestellls entfernen und die Haftreifen auf die hintere Achse des vorderen Drehgestells verlagern.

Triebwagen im Bahnhof Triebwagen im Bahnhof Gleichrichter vor dem Einbau Gleichrichter eingebaut Transportbretter einzeln Transportbretter verbunden Transportbretter an Modulen

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