Willkommen im Bahnhof Stochow!

Sie haben noch nie etwas von Stochow gehört? Nun ja - das könnte daran liegen, dass es Stochow eigentlich gar nicht gibt!
Wir sind vier Modellbahnfreunde aus Ostmecklenburg, die sich zum Ziel gesetzt haben dem gemeinsamen Hobby nachzugehen. Drei von uns wohnen in Neubrandenburg und der andere ist in Neubrandenburg geboren, arbeitet in Westfalen, ist seiner Heimat aber stets verbunden geblieben.
Es soll eine Gemeinschaftsanlage in der Spur 0 und 0e entstehen, die sich an Motiven aus der Region orientiert. Stochow eben!

Füße für die Absperrung

Wir freuen uns immer auf Ausstellungen, aber hin und wieder mischen sich auch ein paar ungute Gefühle drunter. Ob alle kleinen Teile der Ausgestaltung und auch die Fahrzeuge immer gern betrachtet, aber respektvoll nicht berührt werden? Welches Publikum wird uns besuchen? In Ferropolis waren zum Beispiel - trotz zahlreicher Kinder - überhaupt keine Verluste zu "beklagen". Alle Besucher haben tatsächlich nur geguckt!
Das ist nicht immer so. Daher wollen auch wir uns darauf vorbereiten, im Fall der Fälle eine gewisse Distanz herstellen zu können, sprich, eine Absperrung setzen zu können. Plexiglas hat hier und da seine Berechtigung und beweist sich. Uns gefällt es für unsere Anlagen nicht so sehr. Also bleibt nur, eine Schnur zu spannen. Füße und Pfosten müssen her. Frage: Schwerkraft oder Form als Stabilitätsfaktor? Also nehmen wir schwere Füße oder sperrige? Wir haben uns für die sperrige Variante entschieden, nachdem wir unsere Erfahrungen beim Transport von Absperrungen und aus Ausstellungsbesuchen bei anderen Vereinen diskutierten.
Herausgekommen sind zunächst einfache Kreuze, von denen wir in den vergangenen Tagen eine Reihe produziert haben. In Zukunft werden wir die Kreuze noch verschöneren, vielleicht gefälliger zusägen und streichen.

Halbe Fußhalter Fuß für die Absperrung Fuß für die Absperrung Akkordarbeit Fertige Fußkreuze

13.04. - 15.04.2018: Modellbahntage in Ferropolis

Bereits Ende letzten Jahres wurden wir zu den Modellbahntagen in Ferropolis nach Gräfenhainichen eingeladen.
Jörgs Modellbahnanlage sollte dort gezeigt werden. So ging es am Freitag den dreizehnten für Holger und Jörg in aller Frühe in Neubrandenburg los. Schließlich mussten noch knapp 250 Kilometer mit Anhänger zurück gelegt und die Anlage aufgebaut werden. Doch alles hat gut geklappt und zum Ausstellungsbeginn um 14 Uhr war alles fertig.
Der Fahrbetrieb hat dann gut geklappt. Hingucker waren der fahrende Weihnachtsmann und die schön langsam fahrenden Züge durch die ruhige und schöne Landschaft. Wir brauchen uns mit unseren Anlagen aber auf keinen Fall verstecken. Das Ambiente in Ferropolis ist schon besonders: Große und kleine Eisenbahn war zu sehen und dann noch die beeindruckenden riesigen Braunkohlebagger. Letztere wurden am Abend noch in verschiedenen Farben angestrahlt.
Am Sonntag wurden die Tore um 16 Uhr für die Besucher geschlossen. Die Anlage wurde wieder abgebaut und verladen. Anschließend ging es wieder zurück nach Neubrandenburg. Auch die Rückreise ist problemlos verlaufen.

Wir kommen gerne wieder!

H0/H0e-Anlage von Jörg Das Ausstellungsteam: Jörg und Holger Grubenlok 203 230 der Muldental Eisenbahnverkehrsgesellschaft mbH als 114 703 bei der Fahrzeugausstellung Braunkohlebagger Beleuchteter Braunkohlebagger

Stochow erster Bauabschnitt elektrisch fertig

Nun ist auch das dritte große Modul elektrisch soweit fertig gestellt, dass man drauf fahren kann. Die Weichen sind alle angetrieben und mit Herzstückumpolung versehen, die Gleisabschnitte mit Strom versorgt, alles geprüft und jedes Teil für sich probegefahren.
Die Gleisabschnitte sind noch nicht mit Besetztmeldern versehen, aber die Verdrahtung ist bereits dafür ausgelegt. Ebenso fehlen drehbare Weichenlaternen. Aber auch hier sind die Vorbereitungen getroffen, nur muss die Finanzierung geklärt werden. Und die Einfahrsignale stehen noch nicht, sowohl was die Gründung per Wattenscheider Schacht noch die Finanzierung angeht. Es ist also noch Raum zur Weiterentwicklung!
Anfang März war es dann soweit: Wir haben uns getroffen, um ein wenig Probebetrieb zu machen. Die vier Teilen wurden aufgestellt, mechanisch mit je zwei Schrauben und elektrisch mit je einem Stecker verbunden. Aufbauzeit: keine 15 Minuten! Dann konnte es auch schon losgehen: Die Lok setzt sich in Bewegung und fährt bis zur Einfahrweiche. Dann ist erstmal Schluss: die Herzstückumpolung war verkehrt herum, aber kein Problem: Drähte getauscht und weiter geht es. Es wurden alle Weichen und Gleise befahren. Hier und da müssen die Lagen der Weichenzungen noch "optimiert" werden, aber das ist dank der Servos kein großes Problem. Nachdem die Lok überall gewesen ist, wurde das Ganze mit einem kompletten Zug wiederholt. Das nächste Problem ließ natürlich nicht lang auf sich warten: in der Einfahrt zum Abstellmodul entgleisen die mit Metallradsätzen ausgerüsteten Personenwagen. Untersuchungen haben ergeben, dass das Spurmaß der Radsätze nicht ganz korrekt ist. Das Maß wurde korrigiert. Ein Test steht aber noch aus. Insgesamt hat uns der Testbetrieb aber zufrieden gestellt. Jetzt kann es dann bald mit der Landschaftsgestaltung los gehen.

Hier finden Sie zwei Videos vom Testbetrieb:
- Video 1 (8,04MB)
- Video 2 (6,62MB)

Themenwechsel: Für Ausstellungen ist es sinnvoll, Absperrungen aufzustellen. Vom letzten Messebesuch inspiriert, haben wir Fußkreuze und Stangen gebaut. Die Absperrung ist schön leicht, allerdings sollten wir es mit dem Abstand der Füße nicht übertreiben. Ist der Abstand größer als zwei Meter neigt das Ganze zum Umkippen, da das Gewicht der Kette doch anscheinend eine größere Rolle spielt, als wir dachten.

Bahnhofsmodul von unten Platz für Entkuppler Platz für Weichenlaternen Absperrung Probefahrten: Ausfahrt Personenzug Probefahrten: Einfahrt Personenzug Fahrzeugparade

Abstell-Modul

"Die weite Welt" außerhalb von Stochow soll später einmal von einer Wendeschleife dargestellt werden. Hier sind wir uns jedoch noch nicht so ganz klar, wie die Geometrie aussehen kann. Für den Anfang nehmen wir ein vorhandenes Abstell-Modul, neudeutsch jetzt oft "fiddle yard" genannt. Manch einer versteht unter dem englischen Begriff eine Schiebebühne, aber eigentlich ist es wörtlich ein "Hof zum Herumspielen" (Erklärung fiddle yard bei Wikipedia) und kann auf viele Arten gestaltet sein. Das passt gut. Verwenden wir also eine bereitliegende H0-Spielwiese.
Die Angabe der Nenngröße weist auch schon auf das Problem hin. 0e ist eben doch nicht H0, auch wenn die Spurweite passt. Aber hier kommt es nicht darauf an. Wenigstens zwei der vier Gleise sind nutzbar. Eventuell erweist sich ein drittes Gleis als Lokaufstellbereich geeignet. Für Rollwagen wird diese "Welt da draußen" aber sicherlich gesperrt bleiben.
Dass auch ein bereits angearbeitetes Stück Modellbahn nicht einfach so benutzt werden kann, war auch hier wieder zu erleben. Vorangegangene Experimente mit Kontakten und Weichenantrieben hatten ihre Spuren auf dem Abstellmodul hinterlassen. Also wurden gleich Ausbesserungen an Gleisen und Stelleinrichtungen vorgenommen und in der Sperrpause auch Belegtmelder für einen späteren automatischen Betrieb eingebaut.
Um sich - nicht nur aus Anlass der Verwendung des H0-Abstell-Moduls - ein Bild vom lichten Raum für die Schienenfahrzeuge im neuen Maßstab zu verschaffen, haben wir uns eine Papp-Lehre zurechtgeschnitten. Hierauf haben wir die laut NEM zutreffenden Maße aufgetragen. Während wir in H0 schon ein Gefühl für den ungefähr freizuhaltenden Raum rechts und links neben sowie über dem Gleis haben, ist es in "Null eeh" doch erheblich anders. Wir werden überrascht sein, wie wenig Landschaft auf unserer neuen Anlage zu sehen sein wird. Rollwagen verschärfen das Problem um einiges. Ob betriebliche Anweisungen erforderlich werden, wo man Normalspurwagen auf Rollwagen verkehren lassen darf und wo nicht? Besteht die Landmaschinenmanufaktur darauf, aus ihrem Schuppen direkt in den gedeckten Wagen der Staatsbahn zu verladen? Oder bleibt es der Freiladebereich? Wir werden verhandeln müssen.

Abstellmodul Lehre für die Umgrenzung des lichten Raumes

Dezember 2017: Digitalisierung einer Dampflok und elektrische Ausrüstung erstes Modulteil

Nachdem die kleine Lok vom Einbau der Beleuchtung (danke, Stefan!) zurück war, habe ich sie ein paar Wochen hin und her geschoben. Einen Decoder einzubauen, habe ich schon ein paar Mal gemacht. Die eigentliche Schwierigkeit liegt bei meinen Einbauten immer im mechanischen Teil. Wohin mit der Elektronik? Wie die Drähte verlegen? Wie bekommt man später die Lok wieder ohne Lötkolben zerlegt?
Zuerst haben die Schleifer zwischen den Rädern neue Federn bekommen. Dazu habe ich die Sprengringe gelöst. Das war am Ende einfacher und sauberer, als die Federn irgendwie um die Stößel winden zu wollen. Für den nächsten Federwechsel braucht man neue Stößel und Sprengringe.
Die Position des Decoders war dann doch schnell gefunden. Neben dem Motor ist Platz. Ein Plastewinkel und ein wenig Nähgarn geben Halt. Letzteres ist auch in 10 Jahren noch fit, wenn Klebepads längst zerbröselt sind. Die Vorwiderstände für die Beleuchtung wurden gleich an den Decoder gelötet. Die LEDs sind vorn und hinten jeweils in Reihe geschaltet. Der Schaltungsaufwand verringert sich damit etwas, wenn nun auch die Lampen nicht einzeln schalten lassen. Es ist nur ein Widerstand pro Richtung nötig. Die drei LEDs im Führerstand hinten haben einen Steckanschluss bekommen. Hier reichten dann zwei Beine. Die Verkabelung erfordert eine wenigstens zeitweise ruhige Hand. Lackdrähte sind wegen des geringen Platzbedarfs empfehlenswert.

Das erste Modulteil ist nun auch elektrisch fertig! Die Busverkabelung war doch aufwendig, weil sich die Strecken hier potentiell verzweigen. Also mussten zwei Kabel mit Buchsen angebaut werden. Die Verteilerleiste trägt eine Menge Drähte, aber nun - hoffe ich - ist keine Strippe extra nötig und zu Ausstellungen alles schnellstens verbunden. Als Transportsicherung wurden Brettchen und Ösen angebaut. Die Zuleitungen zu den Gleisen sind durch eine Klarsichtfolie abgedeckt, damit sie beim Verpacken der Kabel nicht im Weg sind. Für das anschließende Kurventeil ist nur Fahrstrom zu verbinden, weshalb hier eine abweichende Verbindung mit nur zwei Leitern zum Einsatz kommt.
Nach Fertigstellung und kleiner Fehlerbeseitigung gabs gleich eine erfolgreiche Probefahrt mit der Digitalkiste. Nebenbei wurde auch der lichte Raum zu den Weichenlaternen in der Praxis als genau ausreichend festgestellt.

Befestigung des Dekoders auf dem Lokrahmen Verdrahtung der Lok Der Dekoder ist im Wasserkasten untergebracht. Steckverbinder zwischen Lokrahmen und Gehäuse Verteilerleiste im Modulkasten Transportsicherung für die Kabel Transportsicherung für die Kabel Probefahrt! Probefahrt mit Licht!

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